InsideOut – Freier denken. Bewusster handeln.

Transkript

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Episode von Inside Out.

00:00:06: Hallo, Tanja!

00:00:07: Hallo Hans-Jürgen du siehst mich hier noch mit meinem Mikrofon kämpfen.

00:00:11: so jetzt habe ich mich aber eingerichtet.

00:00:13: Mit dem Mikrofonekämpfen da kann man ja unterschiedlicher Meinung sein.

00:00:17: um was geht es denn heute?

00:00:19: Ihr könnt euch erinnern wir haben in der vorletzten Episode haben wir über die So eine Resonanz da draußen, ich weiß gar nicht wie viel White Paper ich daraus geschickt habe.

00:00:35: Auf jeden Fall waren viele, viele, vielen Hörer von dieser Sendung und von dieser Liste begeistert ergriffen.

00:00:46: Weiß ich jetzt noch, auf jeden Fall haben sie viele, Viele haben sich wiedergefunden in diesem Jahr.

00:00:51: Lass doch mal unsere Hörer richtig abholen, du bist jetzt auch so begeistert von deinen Störfaktoren.

00:00:56: Also wir hatten ja gesagt oder unsere These war Kommunikations-Tools und Werkzeuge sind nützlich in Gesprächen.

00:01:06: aber worum es auch geht ist dass wir darauf achten.

00:01:10: was erzeugte Reibung in Gespräche.

00:01:13: Ich kann die besten Dinge anwenden ich Botschaft sende kann das Kommunikationsquadrat von Schulz, von Thun auf dem Schirm haben.

00:01:23: Wenn ich aber nicht bemerke wie ich selbst durch meine Art zu kommunizieren Reibung verursache praktisch indem ich diese Störfaktoren einbaue dann funktioniert Kommunikationen nicht so gut wie sie funktionieren könnte und du hattest ja die Liste mit den Störfactoren damals zusammengestellt und hast dir auch und das fand ich sehr hilfreich mal kategorisiert.

00:01:48: Also ich glaube, wir haben fünf Kategorien gehabt.

00:01:50: Damit das nicht so eine ewigliche Liste von fünfundzwanzig Einzelproblemen wird.

00:01:56: Die erste war Wahrnehmung und Deutung.

00:01:58: Ich glaube da haben in der vorletzten Sendung schon viel gesprochen.

00:02:01: Genau!

00:02:02: Das waren dann die Themen.

00:02:03: Nicht wirklich zuhören Während der Andere spricht überlege ich mir was werde ich denn gleich darauf antworten?

00:02:11: Wir hatten uns darüber unterhalten Was Was passiert, wenn wir unsere eigene Interpretation für Tatsachen halten?

00:02:22: Und das Dritte, worüber wir uns lange aufgehalten haben war.

00:02:27: Wie es ist, wenn Wir uns reflexhaft verteidigen.

00:02:29: also anstatt es einmal zu erklären.

00:02:31: Erklären wir es drei oder vier mal und gehen damit direkt in die Rechtfertigung.

00:02:35: alles Dinge, die dazu führen dass Es eben nicht flutscht in einem Gespräch.

00:02:40: Genau, also diese unbewussten Muster macht er keiner absichtlich und keiner bewusst.

00:02:45: Sich einfach mal bewusst zu machen bitte nicht im Sinne eines überzogenen Selbstoptimierungswahns sondern immer wieder auch mit einem schmunzelnem Auge über sich selbst wo man sich ertappt.

00:02:58: okay ja dieses Muster habe ich auch.

00:03:00: das war ja so die Resonanz von den Hörern.

00:03:03: dann lass uns doch heute Mal Auf ein Muster gehen oder auf einen Muster komplex oder Kategorie gehen die glaube ich auch bei vielen Naja irgendwie zum dragen kommt nämlich Beziehung und Emotionen oder emotionale Sicherheit habe ich mal genannt.

00:03:23: Genau gerade so im Business.

00:03:25: Kontext ist ja Emotionen sind ja Emotion, naja die stören doch die gehören da nicht hin machen es irgendwie seltsam, wenn im Business-Kontext jemand Emotionen zeigt?

00:03:40: Naja ist ja der Klassiker.

00:03:42: Geht da zurück bis auf die Antike ich weiß und dann wär's zwar Platon glaube ich Der mal so unseren Geist versus unsere Emotion wie den Reiter auf einem wilden Pferd symbolisiert hat.

00:03:54: Und der Reiter steht für den Geist und der Geist muss diese umgezügelten Emotion einfach im Griff halten.

00:04:00: oder das hat sich ein bisschen bis heute durchgezogen dass man immer noch sagt, emotionenverderbendes Denken oder zu viel Emotionen bepassen einfach nicht ins Business.

00:04:10: Na ja und was man dann sagt ist gerade im Business aber vielleicht auch im privaten Bereich.

00:04:15: jetzt bleiben sie doch mal sachlich oder bleiben doch mal sachlich?

00:04:20: Und ich glaube das wissen wir beide wenn Emotions da sind.

00:04:25: jemand kriegt sich gerade fürchterlich auf über irgendwas und der andere sagt Naja, jetzt riecht dich doch nicht so auf oder bleibt doch mal sachlich.

00:04:34: Das ist ziemlich kontraproduktiv.

00:04:36: Na ja, auf der anderen Seite kann ich mir jetzt aber schwer auch ein Meeting vorstellen also bei dem permanent so irgendwie was annussiert wird.

00:04:46: Sie haben mich jetzt angegriffen oder ich fühle mich jetzt verletzt?

00:04:49: Also wo sollen das hinführen?

00:04:55: Ja zum richtigen Ende würde ich mal sagen.

00:04:57: Also wenn... Also da bin ich mittler... Also früher habe ich das anders gesehen.

00:05:01: Früher war ich so der Typ Jetzt bleiben wir doch mal bei der Sache, Emotionen haben hier nichts zu suchen.

00:05:06: Wir haben ja ein Problem.

00:05:07: das Problem muss gelöst werden.

00:05:09: es wird am besten gelöst wenn wir alle sachlich und nüchtern wollen.

00:05:12: Du bist ja auch Steuerbaraterin und Kindergärtnerin.

00:05:15: Und dann kamen von mir so Sätze wie jetzt regen sie sich nicht so auf.

00:05:19: oder bleiben Sie doch mal sachlich was dazu führt hat dass man gegenüber sich noch viel mehr aufgeregt hat und überhaupt nicht sachlich bleiben konnte und wir von einer Lösung immer weiter entfernt worden sind.

00:05:32: Und mittlerweile habe ich gelernt, diese Emotion auch wenn ich die nur spüre anzusprechen.

00:05:38: Also wenn ich dann sage Sie haben sich ziemlich über uns aufgeregt oder Ich spüre gerade dass sie leicht verzweifelt sind weil das und was passiert ist Dann merke ich eine Erleichterung bei meinem gegenüber.

00:05:52: und dadurch da sich Die emotion angesprochen habe das ist jetzt einfach meine persönliche erfahrung Ist sie auch viel schneller wieder.

00:06:00: ich sag mal in geordnete Bahnen gelingt.

00:06:03: Also redet mich gerade so an deinem Metapher mit der Luft aus dem Luftballon lassen, also wenn keine Ahnung bei dir ruft ein Mandant an beschwert sich über eine überzogene, scheinbar bitte, scheinarbe bezogene Rechnung und dann ist er ja sowieso in praller Luftballonen und dann würde ein... jetzt bleiben Sie doch mal sachlich, lassen sie uns zurückkehren zu den Fakten, ihr sicher kontraproduktiv sein Sondern du lässt ihn erst mal blaudern.

00:06:32: Diesen, übrigens dieses Muster heißt bei uns emotional überflutet sein was ja schon so ein bisschen dafür spricht dass die Emotion da mehr als einen Standard wert einnimmt.

00:06:42: in den Moment

00:06:44: Ja.

00:06:44: und das zweite Muster ich glaube das gibt sich die Hand erleben und Gefühle entwerten, das machen wir ja.

00:06:51: wenn ich sage jetzt regen sie sich nicht so auf.

00:06:53: Also ich glaube Emotionen sind ja nicht digital.

00:06:56: Sie sind hier nicht da oder nicht da.

00:06:58: irgendwie sind Emotion immer im Spiel und wenn ich merke sie sind wirklich zu groß.

00:07:05: jemand ist emotional überflutet er kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.

00:07:09: Wir wissen ja was das bedeutet der die Aufmerksamkeit fokussiert sich man hat Probleme mit dem Perspektivenwechsel usw.

00:07:19: Dann macht es vielleicht durchaus Sinn, das einfach mal anzunehmen und eine Pause zu machen.

00:07:27: Um den Block zu gehen oder so.

00:07:28: Also wenn die Emotionen so überhand nehmen dass kein klarer Gedanke mehr zu fassen ist dann bin ich bei dir.

00:07:36: Dann sagt man okay lass uns mal eine Pause machen.

00:07:40: Wenn aber die Emotion Stil da sind und das ist ja gerade im Business, aber auch im privaten Bereich oft so.

00:07:46: Da spürt man so oder andere der hat irgendwas, der es irgendwie beleidigt oder enttäuscht oder was auch immer Aber er rückt damit nicht so raus.

00:07:55: Dann macht es aus meiner Sicht Sinn dass mal wenigstens sehr vorsichtig zu annossieren.

00:08:01: Sondern kann es sein?

00:08:02: Oder ich habe das Gefühl Sie sind gerade enttäucht von uns.

00:08:07: Ja Ich glaube schon die Frage, warum Menschen das machen.

00:08:12: Also warum Menschen so ein Aber haben über Emotionen ähnlich klar zu sprechen wie über einen Jahresabschluss oder so?

00:08:20: Ich glaube es liegt daran aber ist eine steile These dass es so etwas Unkontrollierbares ist.

00:08:26: Weißt du also wenn Du jetzt in Sachverhalt schilderst wo ich da von dem ich weiß dass er einfach falsch isst oder hast Du den falsch interpretiert dann kann man drüber reden.

00:08:34: In dem Moment wo jetzt Emotion im Spiel kommt weiss ich nicht wo das hin führt oder ob das eskaliert.

00:08:40: Ich glaube, dass ist einer der vielen Gründe warum dann Menschen das überhaupt nicht ansprechen und deine Strategie wäre praktisch so die Gegenstrategie nach dem Motto sprichst doch mal an wenn du das Gefühl hast, dass der andere jetzt gerade sich angegriffen gefühlt hat oder enttäuscht ist oder ärgerlich ist oder so und das würde dem schonmal die Spitze nehmen.

00:09:05: Das geht ja um Überflutung

00:09:07: Richtig, das würde dem die Spitze nehmen und es ist ja so oder?

00:09:11: ich glaube jeder hat so das Gefühl gerade wenn er in einem Business Kontext von Emotionen überflutet wird und die Augen werden feucht.

00:09:20: Das haben wir alle schon erlebt!

00:09:21: Das wirkt ihr auf den ersten Blick unprofessionell.

00:09:25: Er versucht das dann zu verstecken und die anderen tun so als hätten sie's nicht gesehen.

00:09:30: aber jedem im Raum ist klar was da gerade passiert.

00:09:33: Das ist meine Erfahrung, keiner mehr an klaren Gedanken fassen kann.

00:09:39: Wenn aber dann einer den Mut hat und sagt ich sehe gerade hier das Thema es sehr emotional also auch sehr wichtig dass das Trigatier irgendwas Dann ist es benannt und Ich mein das weiß man ja auch aus anderen Kontexten wenn ich eine Emotion habe Und ich benenne die ist sie schon nicht mehr so schlimm dann ist sich dann Hat sie mich schon nicht mir so im Griff weil ich hab ihr einen Namen gegeben

00:10:03: Ja, absolut.

00:10:04: Also ich möchte nicht so ausdrücken dass man lernen kann mit Emotionen sachlich umzugehen.

00:10:10: das wäre der Sache jetzt nicht gerecht.

00:10:13: aber normaler damit umgehen und nicht denken in dem Moment wo man es nicht thematisiert ist es weg dann macht das Ding eben im Untergrund weiter.

00:10:23: hilfreich

00:10:23: ist vielleicht.

00:10:25: das ist meine Meinung mittlerweile solange ich sie nicht thematsiert habe wird sie immer stärker.

00:10:31: Ja und das ist nicht förderlich für eine Zusammenarbeit, für eine Kommunikation eigentlich für gar nichts.

00:10:37: Also dann lieber gleich thematisieren so lange sie noch vielleicht nicht ganz so stark ist.

00:10:44: Jeder kann ja was dazu sagen und dann kann man auch weiter diskutieren.

00:10:48: wenn man aber jetzt in der Kommunikations einer Emotion die ja da ist und jeder weiß dass er da ist es ist wie ein Elefanten im Raum der ignoriert wird Dann ist das Meiner Sicht ein massiver Störfaktor für diese Kommunikation.

00:11:04: Ich würde sogar fast so zusammenfassen, du sagtest eben mal das scheint dann manchmal nicht professionell.

00:11:11: ich glaube andersherum es ist viel professioneller professionell mit Emotionen umzugehen weil jeder Mensch hat Emotion.

00:11:17: wenn man sich die moderne Nobelwissenschaft anschaut dann weiß man dass die Emotion zu jeder Entscheidung gehören.

00:11:24: also wir können gar keine nette kleinste Entscheidungen treffen ohne das Emotionen spielen.

00:11:29: wir tun immer manchmal noch so als wenn es was unangenehmes wäre.

00:11:33: also ansprechen bevor es irgendwie eskaliert.

00:11:37: Das zweite was du gesagt hast ist ja auch ein zweites Muster bei uns gefühlend entwerten, so nach dem Motto jetzt bleiben sie doch mal sachlich dann bleibt der andere noch lange nicht sachlich.

00:11:47: das erinnert mich immer an deinen Satz Wenn man zu jemand sagt, du musst doch keine Angst haben zum Kind

00:11:53: z.B.,

00:11:54: dann hört die Angst ja nicht auf und... Man ist im

00:11:56: Gegenteil.

00:11:57: das Kind denkt ich habe ein Gefühl was ich nicht haben sollte.

00:12:02: Ich bin falsch Ja Und so denken wir Erwachsenen auch.

00:12:05: wenn ich mich aufrege und jemand sagt zu mir riecht dich nicht auf Dann riege ich mich trotzdem auf und ich habe noch das Gefühl meine Aufregung ist falsch Da fühle ich mich ja gleich doppelt schlecht.

00:12:16: Genau.

00:12:17: Was dann die Emotionen dann noch?

00:12:21: Das bringt mich auch zum nächsten Muster.

00:12:23: Ich weiß nicht, inwieweit das für dich damit eine Rolle spielt weil ich habe schon erlebt dass es eine Strategie sein kann Dass man Dann sich zurückzieht also in dem moment wo man Emotionen spürt entweder bei einem anderen oder bei sich und weiss dann nicht Kompetent professionell damit umzugehen.

00:12:44: da ist natürlich eine strategie.

00:12:46: man wird still und zieht sich in sich zurück Ist vielleicht noch da, ist aber eigentlich nicht mehr da.

00:12:54: Oder man wechselt das Thema ganz schnell und...

00:12:56: Ja, das ist Ablenkung!

00:12:59: Aber zu diesem Zurückziehen, ich glaube, dass hat auch jeder von uns schon mal erlebt, egal ob im Zweigespräch oder im Meeting, dass sich Menschen ausklinken.

00:13:10: natürlich hat es viel Leider.

00:13:11: Hintergründe, das könnte auch einfach daran sein.

00:13:13: Dass das Thema mich momentan nicht tangiert und besprochen wird.

00:13:16: aber es kann eben auch so etwas Emotionales sein oder dass die Überschrift in unserer Kategorie, dass die emotionale Sicherheit, die psychologische Sicherheit eben nicht mehr da ist nach der Mode.

00:13:27: er würde gerne etwas sagen aber er traut sich nicht weil er Angst hat vor irgendwelchen Konsequenzen und einzuschlägt gestern sich zurückzuziehen.

00:13:35: Richtig also ich moderiere ja viele Meetings sagt jemand eine Zeit lang gar nichts und da bin ich mir auch dann oft unsicher, möchte er jetzt einfach nix inhaltlich dazu beitragen?

00:13:49: oder ist er jetzt getriggert?

00:13:51: Ist er einfach ausgestiegen weil er sich über was geärgert hat.

00:13:55: Und das könnt ihr mal versuchen.

00:13:58: Das sieht man an der Körpersprache.

00:14:00: Menschen die ausgestigen sind, weil sie sich geärget haben, die drehen sich weg von dem Weg, der redet.

00:14:08: also ich habe es neulich schon wiederbeobachtet in einem Meeting.

00:14:12: und wenn man dann, in so einem Fall diesen Menschen der sich weggetritt mal anspricht jetzt nicht nach dem Motto sag mal regst du dich gerade auf oder warum sagst du nix sondern ihm irgendein Ball zuspielt wo ihm klar wird seine Meinung ist aber gefragt und wertvoll.

00:14:29: Dann merkt man es an der Körpersprache wie er sich wieder zu einem dreht und wie man ihn wieder abholt.

00:14:35: das damit habe ich die Emotion Anossiert, so nach dem Motto ich glaube du hast dich geärgert jetzt beteilige dich mal wieder sondern.

00:14:44: Ich habe ihm praktisch wie nennt man das die Hand gereicht?

00:14:48: Ja die Tür offen gelassen.

00:14:50: Genau die Tür aufgemacht und es ist auch so ein Einverständnis.

00:14:54: dadurch dass ich jetzt in meinem Beispiel diesen Menschen der sich ja geärgart hat ganz konkret angesprochen habe habe ich ihm auch signalisiert, mir ist aufgefallen dass du jetzt seit zehn Minuten nichts gesagt hast.

00:15:07: Ja auch von Interesse gegenüber den anderen.

00:15:09: Richtig!

00:15:10: Das bringt mich übrigens auch wieder dazu das viele dieser Muster verknüpft sind.

00:15:15: also dein Beispiel eben nach dem Motto da lehnt sich jemand zurück man nimmt es vielleicht ganz bewusst wahr aber man ertappt sich das man es kommentiert in Richtung ja interessiert sie das Thema nicht?

00:15:29: Das sind wir schon wieder bei dem ersten Muster vom vorletzten Mal, nämlich dass man eine Wahrnehmung und Interpretation nicht unterscheidet.

00:15:37: Also man nimmt etwas wahr, das er sich zurücklehnt haut gleich, klatscht gleich seine eigene Interpretion drauf.

00:15:43: D.h.,

00:15:43: dieses Zurücklehnen bedeutet, er interessiert sich nicht so viel auf das Thema.

00:15:47: Man kann ja vielleicht was ganz anderes sein.

00:15:49: also das war auch noch ein schönes Steilvorlage dafür, dass diese Störfaktoren nicht solitär stehen sondern dass sie alle irgendwo miteinander zu tun haben.

00:16:00: Lass uns noch zu einem kommen.

00:16:02: Du hast eben nur gesagt vom Thema Ablenken.

00:16:07: Das erinnert mich an, da gibt es im NLP eine schöne Kategorie von Ursprünglich von Virginia Saad hier die vier Muster identifiziert hat wie Menschen damit umgehen wenn ihr Selbstwertgefühl angeschossen ist.

00:16:21: und eines dieser Muster ist übrigens nicht Deins und Selten Mainz ist ablenken.

00:16:31: Also man geht dann auf irgendetwas anderes, was auch ein Thema ist aber viel irrelevanter und zieht so den Fokus der Aufmerksamkeit des anderen weg.

00:16:44: Und das kann natürlich auch eine Möglichkeit sein mit unangenehmen Emotionen umzugehen.

00:16:49: Also ich mache mal ein Beispiel.

00:16:51: Ich frag dich, sag mal wie geht's denn dir?

00:16:53: So Alltags-Business-Context oder du sagst ja muss halt oder geht schon oder so und ich würde da nachhaken Nee, dann ja sag mal ehrlich wie geht's denn dir?

00:17:04: Du wirst vielleicht noch hinterher schicken.

00:17:06: also wir müssen jetzt in eine Situation kommen wo mein Selbstbewusstsein ein bisschen angeschossen wird.

00:17:11: Das heißt das ist ja der spannende an diesem Modell von Satir.

00:17:16: du wirst sagen du siehst aber heute gar nicht gut aus wenn du sowas kommst Da ist ja mein Selbstbewusstsein ein bisschen angeschossen.

00:17:24: Also du findest, ich seh nicht gut aus und jetzt gibt's ja... Lass uns die doch mal gerade durchdecklinieren!

00:17:28: Ich finde es unglaublich spannend weil da sind ja Emotionen im Spiel.

00:17:32: also wenn ich in einer Kommunikation merke der andere sagt was?

00:17:37: Und ich fühl mich schlecht dann ist eine Emotion im Spiel.

00:17:40: so und jetzt gibts den Typen den hatten wir grade denn ablenkert.

00:17:44: Also dann werden wir mal spüren das mal ganz kurz durch und sagen sag mal was mit dir los du siehst ja sowas von schlechter aus.

00:17:52: Okay, soll ich jetzt den ablenken?

00:17:54: also der ablenker würde dann sagen so was wie.

00:17:57: Ich bin ganz spät dran.

00:17:58: Ich wollte noch schwimmen gehen.

00:17:59: gestern war ich schwimmen da habe ich meine Schwimmbrile vergessen.

00:18:02: das war richtig doof.

00:18:04: deswegen hab ich heute immer noch die Augen weh und ach aber es sind ja Ferien.

00:18:08: Dann kann ich auch später schwimmengehen weil die schule nicht kommt.

00:18:11: und soweit und sofort.

00:18:12: Also der ablänke würde das thema auf etwas ganz anderes

00:18:15: genau.

00:18:16: also muster nummer eins Muster Nummer zwei eines deiner Bevor Zug.

00:18:22: darin muss da gegenüber dem Distractor, dem Ablenker.

00:18:26: Also ich sag jetzt nochmal, Entschuldigung ist es nach fast so komisch aus.

00:18:30: Du siehst toller aus heute.

00:18:31: also ich sehe Tanne jetzt gerade auf den Bildschirm.

00:18:34: und was sind mit dir los?

00:18:36: Du siehst echt schlecht aus!

00:18:39: Sag mal, hast du heute mal in den Spiegel geguckt?

00:18:42: Also dir würde eine Tagescreme aber auch mal gut tun.

00:18:47: Kein Gesicht ist so zapprohlich!

00:18:49: Du musst mal ein bisschen was... Könnt ihr euch erinnern?

00:18:52: Als wir das erste Muster durchgespielt haben, da hat sie noch ganz kurz Meter kommentiert, ja soll ich jetzt einen Ablenker spielen?

00:18:58: beim zweiten Muster ist die sofort drin.

00:19:00: Das heißt das zweite Muster Angriff ist die beste Verteidigung, so heißt es.

00:19:09: Also der Blamer!

00:19:11: Du kannst einen gefühlten emotionalen Angriff super kontern, dass du sagst, guck mal dich an, du siehst auch nicht besser aus also das man zurück blähmt oder zurück angreift.

00:19:25: Das ist das zweite Muster, das dritte Muster... ich möchte das ja nur wiederholen wie gut du aussiehst

00:19:35: Okay.

00:19:37: Soll ich dann mal?

00:19:38: Ja, ja, komm!

00:19:43: Sag mal Hans-Jürgen hast du schlecht geschlafen?

00:19:46: Du kriegst hier heute gar keinen klaren Satz zustande.

00:19:50: Das tut mir jetzt furchtbar leicht leid.

00:19:53: Du weißt nicht, ich gebe mir wahnsinnig Mühe dass ich wirklich gut vorbereitet bin auf so eine Podcastaufnahme aber es hat halt irgendwie nicht geklappt.

00:20:02: Es tut mir leid.

00:20:03: also ich werde mir das nächste Mal echt mehr Mühe geben.

00:20:06: Also ich glaube, es reicht dann nicht.

00:20:07: Das Muster heißt der Beschwichtiger oder so heisst das doch?

00:20:12: Genau genau genau.

00:20:14: Ursprünglich aus dem Tierreich wenn sich zwei Hunde begegnen gibt's immer ein bisschen Dominanzgerangel oftmals oder einen Dominanzcheck und der der sich auf den Boden legt und die Kehle zeigt er wird ja also man dritten.

00:20:26: niemand der auf dem Boden legte und insoweit ist es eine Strategie mit sowas umzugehen dass man eben ganz schnell in die nicht in die rechtfertigten, nicht in den Angriff geht sondern einfach so in das Gefühl geht ja ja du hast völlig Recht oh Gott seh ich schlecht aus und und und das habt ihr vielleicht auch schon mal mit mir.

00:20:44: Und dass der andere dann irgendwann mal dagegen hält und sagt nee so war das galt gemeint und dann hat er ihn ja wieder.

00:20:50: jetzt bin ich gerade überlegen.

00:20:52: also noch viertes Muster?

00:20:53: Ja!

00:20:55: Ich... Dann klart mich mal an mach mal was ich meinem selbst vertrauen.

00:20:59: das kann ich auch ganz gut als Fuchtemuster.

00:21:02: Das erfährte Muster kannst du auch, also ich weiß nicht deine Stimme war auch schon mal bisschen stärker und mächtiger als heute.

00:21:11: Also dann bleiben wir doch mal bei den Fakten!

00:21:13: Ich finde ich rede ganz normal, ich rede wie immer.

00:21:16: es liegt wahrscheinlich an deinem Kopfhörer der einmal wieder nicht wirklich funktioniert wenn ich hier bei mir auf meinem Bild schon meine Ausschläge sehe.

00:21:24: die sind ganz normal.

00:21:27: Also es wirkt nicht so wie immer.

00:21:28: Hör auf, liebe Zuhörer!

00:21:30: Wenn euch das Satyr-Modell geläufig ist dann werdet ihr bemerken?

00:21:34: Nein, das war nicht eindeutig der Computer.

00:21:38: Das waren nicht die Faktenlage, da spiele ich euch gleich nochmal an sondern... Wieso

00:21:41: das war doch jetzt eindeutlich die Faktanlage?

00:21:45: Bin

00:21:45: ich schon wieder in den Anflägern?

00:21:49: Ja, okay.

00:21:49: Also das vierte Muster ist, dass du seine Emotionen rausnimmst und es wäre so irgendetwas für mich, wenn man sagt, sagen wir mal Hans-Jürgen heute trägt deine Stimme überhaupt nicht?

00:21:59: Dass man sagt bitte ok.

00:22:01: also mein Pegel auf dem Bildschirm ist völlig in Ordnung aber ich werde das einmal gleich mal prüfen ob die Einstellung von meinem Kroofon stimmt.

00:22:10: Das heißt da, dass man diese Emotion sofort auf das absolut sachliche bezieht.

00:22:15: Aber jetzt haben wir einen Riesendiskurs aufgemacht im ganzen Modell.

00:22:19: Glaubst du, dass das auch in diese Störfaktoren respektive, in diesen emotionalen Störfactoren einzuordnen wäre?

00:22:27: Na klar!

00:22:27: Also mein bevorzugtes Muster ist ja der Playmer.

00:22:31: ich gehe direkt in den Gegenangriff über.

00:22:33: jemand sagt was was im entferntesten negative Emotionen macht man selbstbewusst dann angreift und in den Gegenangriff über, das ist ein Störfaktor für eine Kommunikation.

00:22:47: Also insoweit haben wir jetzt die emotionalen Störffaktoren quasi noch um vier erweitert.

00:22:53: Nein Spaß beiseite!

00:22:54: Diese Kategorien mit den fünf und mit den fünfundzwanzig Stör-Faktoren sind natürlich künstlich.

00:23:00: Das heißt also die Abgrenzung von einem Faktor zu dem anderen ist nicht ganz sauber und drehen scharf.

00:23:07: Wir sind ja im Bereich der Mathematik oder der Physik in der weichen Psychologie, in der Sozialwissenschaft und insoweit soll das nur zur Orientierung dienen.

00:23:19: Und mit den fünfundzwanzig ist es auch nicht zu Ende wie ihr an diesem Beispiel mit den vier Satir-Kategorien seht.

00:23:27: Gut!

00:23:27: Wollen wir noch ein letztes machen?

00:23:29: Wir hätten noch zwei Minuten, wenn man unser Ziel mag.

00:23:32: So mit fünf, zwanzig Minuten...

00:23:33: Dann such dir eins aus, Hans-Joan.

00:23:35: Welches möchtest du denn machen?

00:23:36: Ich

00:23:36: habe jetzt wirklich das Bedürfnis mal paar Dinge anzusprechen die mir hier eigentlich wichtig wären.

00:23:44: also eines dieser Muster sind dass man Bedürfenisse und Wünsche nicht artikuliert.

00:23:53: Jetzt ist es natürlich kein Wunschkonzert Meeting oder ist kein Wunschkonzert, aber ihr könnt euch vorstellen dass menschliche Bedürfnisse natürlich da sind.

00:24:05: Das ist sowas anders wie menschlicher Wert.

00:24:08: und wenn ich das bedürfnis habe, ich mache mal was ganz Fundamentales.

00:24:12: Ich kann jetzt nicht mehr sitzen nach drei stunden meeting.

00:24:14: ich müsste mir einfach Mal ein bisschen Bewegung verschaffen Und versuche aber gute mene zum bösen Spiel zu machen.

00:24:21: dann wird es nicht besser.

00:24:23: also Ein ganz einfaches Beispiel Bedürfnisse aussprechen, radikulieren können.

00:24:29: Also würde hier heißen wenn ich merke eine Kommunikation läuft nicht so rund wie sie laufen könnte.

00:24:36: möglicherweise liegt das daran dass Ich oder auch mein Gesprächspartner bedürfnis hat die gerade nicht befriedigt sind Oder auch erwartungen hatte an die kommunikation oder hat im moment an mich wie ich mich verhalte Die ich nicht erfülle.

00:24:54: Da gehört ein bisschen Vorarbeit dazu, dass würde diesem Podcast jetzt sprengen.

00:24:59: Zum Beispiel Vorarbeit in Serie.

00:25:01: habe ich überhaupt noch einen Gefühl von meiner eigenen Bedürfnisse?

00:25:06: Ja das klingt ja so selbstverständlich aber ihr glaubt gar nicht wie gut die Strategie funktioniert keine bedürfnissen mehr zu spüren wenn man sie immer wahr nimmt.

00:25:16: also dann kann ich es auch nicht mal artikulieren.

00:25:18: Das zweite ist Wenn ich diese Bedürfnisse in mir spüre, also ich habe das Bedürfeness jetzt nach Bewegung oder auch mal dich in deinem Redefluss zu unterbrechen oder du mich.

00:25:31: Dann kommt der zweite nämlich Ich sollte in der Lage sein dieses bedürfnis äußern zu können So und dann sind wir schon beim Grund denn du ja auch kennst da haben wir schon lange darüber gesprochen oder viel und oft drüber gesprochen Nämlich dass in dem Moment wo man Bedürffnissen ausspricht immer die Gefahr besteht

00:25:51: dass das Bedürfnis nicht befriedigt wird.

00:25:54: Das eben nicht erfüllt bekommt und das ist ja höchst gefährlich, also jetzt habe ich ein Bedürfenes, das überhaupt mal wahrgenommen hab es von mir selbst zugegeben, jetzt hatte ich den Mut das Bedirfnis zu äußern, dann sagt man gegenüber?

00:26:08: Jetzt gerade nicht!

00:26:10: Also das geht jetzt gerade nicht.

00:26:12: insoweit Bitte klemmer auf, ist es natürlich jetzt nicht die beste Strategie sich darauf zu einigen.

00:26:18: Okay dann äußere ich in Zukunft nur noch Bedürfnisse bei denen ich sicher bin dass sie auch befriedigt werden das ist Quatsch sondern es bräuchte so eine gewisse wie soll man sagen bedürfnis frustrationstoleranz verschwieriges Wort.

00:26:36: Aber ich glaube, und das war ja der Punkt weshalb wir diesen Störfaktor aufgenommen haben.

00:26:43: Dass es schon zumindest auf längere Zeit hinaus ein Störffaktor sein kann wenn jemand von den Gesprächspartner immer wieder seine Bedürfnisse zurückhaltt und die nicht adäquat äußern können.

00:26:56: Genau oder wenn ich selbst merke Ich triffe ab bei mir passiert das öfter in größeren Meetings sich dann zu überlegen, welches Bedürfnis ist hier gerade nicht befriedigt?

00:27:05: Bei mir ist das ganz oft das Bedürftest nach Relevanz.

00:27:08: Warum reden wir jetzt überhaupt darüber?

00:27:10: Eigentlich war das Thema ein ganz anderes und das auch mal zu annoncieren dieses Bedürfenes.

00:27:15: Genau!

00:27:17: So, das waren... Wir könnten natürlich zur locker-flocke ich weitermachen aber es waren jetzt noch drei vier fünf aus der zweiten Kategorie des erste beim vorletzten Podcasts immer so Überwahrnehmungen deutung gesprochen Jetzt ging's um Beziehung und emotionale Sicherheit.

00:27:36: Was ist jetzt das Ergebnis?

00:27:37: Also ich würde es noch mal gerne, also wir haben so viel da reingebracht aber...

00:27:42: Ich

00:27:42: habe das Bedürfnis, das nochmal auf den Punkt zu kriegen.

00:27:45: was nehme ich jetzt mit von unserem Geschwätz?

00:27:49: hier hätte ich fast gesagt.

00:27:51: Also vielleicht dass Emotionen immer da sind in jeder Kommunikation und manchmal werden sie Ihr stark und dass es dann absolut keinen Sinn macht oder dysfunktional ist ein Störfaktor darstellt, wenn ich das dann einfach ignoriere so tun als hätte ich nicht bemerkt ablenke.

00:28:13: Oder in irgendeiner Weise diese Emotion nicht den Raum gebe den sie verdient hätte.

00:28:20: also das war doch aus meiner Sicht der Haupt die Haupt Aussage unseres Podcasts heute.

00:28:26: und was man dann tun kann, da haben wir jetzt ja ein paar Beispiele genannt.

00:28:29: Die muss man jetzt nicht mehr hinterlassen.

00:28:30: Absolut!

00:28:31: Und Last but not least glaube ich schon dass diese Kategorie mit emotionaler... mit Emotionaler Emotion und Beziehung einer der herausforderndsten überhaupt ist.

00:28:43: Also vergleichst du einfach mal mit anderen Mustern.

00:28:46: zu wenig Nachfragen oder negative Absichten unterstellen, das kann man glaube ich mental und kognitiv ganz gut steuern.

00:28:53: Das kann man sich vornehmen.

00:28:56: aber dieses Spiel mit fremden und eigenem Emotionen ist schon wirklich ein Challenge.

00:29:03: Ja es erfordert Mut.

00:29:05: ja genau in diesem Sinne

00:29:07: seid mutig

00:29:09: Bis zum nächsten Mal.

00:29:11: Tschüss und Servus!