InsideOut – Freier denken. Bewusster handeln.

Transkript

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00:00:01: Hallo und herzlich zurück zu unserer neuen Episode von unserem Podcast Inside Out.

00:00:07: Hallo Tanja!

00:00:09: Hallo Hans-Jürgen!

00:00:11: Grüß dich, sag mal was ich dich schon die ganze Zeit fragen wollte?

00:00:14: Was macht denn dein neues

00:00:14: Sofa?!

00:00:15: Ach ja also... Ich hab schon so viel Zeit da rein investiert und ich habe mein Traumsofa gefunden.

00:00:23: Du wärst stolz auf mich mit KI Fotos gemacht, und hab das praktisch mir schon jetzt auch Fotos ansehen können wie das aussieht.

00:00:32: Es ist perfekt von der Farbe Und ich muss dir sagen sogar vom Preis.

00:00:36: Also eigentlich könnte ich mir mein neues Traum Sofa jetzt kaufen.

00:00:41: Okay

00:00:43: doch doch es ist lieferbar.

00:00:46: Also hast du es bestellt schon?

00:00:48: Nein,

00:00:49: nein.

00:00:50: Okay also du hast das Sofa ist es preislich und vom Aussehen, vom Design her passt alles

00:00:57: super.

00:00:57: Ja und die geben mir auf wie soll ich sagen, die haben mich super unterstützt!

00:01:01: Ich hatte da einen richtig kompetenten Berater der mir auch noch mal mit der Farbe und dem Stoff gut geholfen hat... Das tut mir fast schon leid, weil die haben so einen guten Job gemacht dieses Möbelhaus und ich hab's immer noch nicht bestellt.

00:01:15: Okay!

00:01:15: Und was hat dich bis jetzt gehindert?

00:01:18: Hast du eine Idee?

00:01:21: Also... Was steht denn da zwischen dir in dem Sofa?

00:01:24: Ja, ich kann dir sagen, was zwischen mir und meinem neuen Sofa steht ist mein altes Sofa.

00:01:31: Muss ich das jetzt verstehen?

00:01:33: Na ja, du kennst ja mein Wohnzimmer.

00:01:36: Ich hab vier Kinder also wir haben schon ein sehr großes Sofa und das alte Sofa ist auch sehr groß.

00:01:42: Und ich mir grau davor was mache ich mit dem alten sofa?

00:01:47: Ich muss dann den Sperrmüll.

00:01:50: Ja wie soll ich sagen denn muss man bei uns hier buchen?

00:01:53: Dann brauche ich irgendwelche Männer die mir meinen Sofa raustragen.

00:01:57: Kommt aber das neue Sofa schon früher, und das alte ist noch nicht weg oder das alte es schon weg.

00:02:01: Dann habe ich gar kein Sofa bis das Neue kommt.

00:02:03: Ich kriege das so nicht terminiert und... ...ich kann's auch nicht alleine tragen.

00:02:08: Also

00:02:09: mein altes Sofa ist mein Problem.

00:02:12: Ja, wer sonst keine Probleme hat?

00:02:14: Okay also dein altes SOFA hindert dich das Neu zu kaufen richtig?

00:02:19: Genau!

00:02:19: Okay, weil du dir überlegen musst.

00:02:21: Mach ich das jetzt klein und zeige ein Sperrmüll und und und... Kleine

00:02:25: Anzeigen.

00:02:25: kommen hier die Leute mir ins Haus.

00:02:28: Ja ist gut!

00:02:30: Und du brauchst einen riesigen Möbelwagen?

00:02:32: Weil es ist ja ein riesiges Sofa mein altes Sofa.

00:02:35: Jetzt werde ich euch vielleicht fragen sag mal was geht's hier um Tanjas neue Sofa?

00:02:42: Das ist doch ein schönes Beispiel dafür wie ... Wie ein kauf verhindert wird nicht weil information fehlen oder war der preis nicht stimmt oder weil das design nicht in des wohnzimmer passt.

00:02:56: Oder weil das möbelhaus irgendwas falsch gemacht hat.

00:02:59: ganz im gegenteil die haben alles richtig gemacht

00:03:02: genau Sondern es ist eine höhe, die jetzt mit dem neuen so farmen gar nichts zu tun hat und da drüber ich weiß kein viel altes is.

00:03:13: Also gefühlt, sicher schon zehn, fünfzehn Jahre sind wir vor einiger Zeit auf den Buch gekommen und der human element von zwei amerikanischen Autoren die untersucht haben wie gute Ideen eigentlich nicht auf den mark kommen.

00:03:30: Und zwar weniger durch die ursache dass die net gut beschrieben worden sind oder das sehr gut verkauft worden sind dass da irgendwelche features oder benefits gefehlt haben Sondern weil sie gemerkt haben, da war Reibung auf der anderen Seite also auf der Käuferseite genauso wie jetzt bei dir Tanja.

00:03:49: Genau irgendwas hält mich davon ab das neue zu tun und

00:03:57: man kann es offen oft die Kurzformel bringen.

00:03:59: Auf der einen Seite braucht es natürlich Motivation.

00:04:02: Es braucht Anreize bzw.

00:04:04: Preis usw.

00:04:06: Das nennen die beiden Autoren Fuel, also praktisch der Treibschiff.

00:04:10: Der uns dazu bringt, die neue Idee zu kaufen oder das Produkt zu kaufen.

00:04:14: Aber auf der anderen Seite was viel wesentlicher sein könnte ist eben Friction.

00:04:19: Also die Friction, die Reibung, die verhindert dass es dazu kommt, dass die Idee angenommen wird oder dass das Produkt verkauft wird wie eben der Gedanke Was mache ich mit meinem alten Sofa?

00:04:32: Genau.

00:04:33: Und wir Menschen ticken ja so, wenn irgendwas nicht so gut läuft, machen wir immer nur mehr Fuel, mehr Fuel und mehr Fuel.

00:04:41: Wir geben mehr Energie rein!

00:04:43: Wenn meine Kinder nicht das tun was ich will dann komme ich mit abhelfen oder meinem Mitarbeiter.

00:04:48: Also

00:04:48: noch mehr Anreize

00:04:49: zu haben?

00:04:50: Genau, wir schaffen Anreiz.

00:04:51: jetzt kommt das banale Beispiel wenn nicht genug Wasser aus meinem Wasserschlauch kommt ja dann drehe ich den Wasserhaar noch mehr auf und noch mehr auch und nochmehr auf.

00:04:59: Das ist Fuel Ist ja auch notwendig unwichtig, wie gesagt.

00:05:03: Man braucht kein Fuel!

00:05:06: Aber wir vergessen dass es da vielleicht einen Widerstand gibt Friction, Reibung so was Genau

00:05:13: und das der Behebung des Widerstandes ein größerer Hebel sein könnte als noch mehr Fuel darin zu geben.

00:05:21: Also es ist ja noch mehr Anreiz um sich zu überlegen wie man den anderen noch besser motivieren könnte

00:05:27: Genau.

00:05:27: Also bleiben wir bei meinem Sofa, wenn man mir eine Lösung bieten würde... Pass auf!

00:05:32: Wir liefern das neue Sofa und nehmen am gleichen Tag das alte Sofa mit.

00:05:36: Ich hätte das schon lange gekauft.

00:05:38: Und für

00:05:40: das Wöbelhaus ist es ja

00:05:43: rein nackt.

00:05:43: Oder beim Garten-Schlauchbeispiel?

00:05:46: Naja vielleicht, wenn nicht genügend Wasser kommt soll ich mal den Knick aus dem Schlauch machen.

00:05:51: Vielleicht hat immer mehr.

00:05:53: Druck drauf zu geben und weiter.

00:05:54: Genau,

00:05:56: aber wir wollen ja hier weder so fast verkaufen noch irgendwelche Garten-Tipps geben.

00:06:01: Wir wollen ja eigentlich über Kommunikation reden.

00:06:04: Genau!

00:06:05: Und wenn wir über Kommunifikation geredet haben dann gibt es auf der Welt in den Büchern und vielen Seminaren unzählige Techniken wie man Kommunikations verbessern kann

00:06:16: Die auch wichtig sind.

00:06:17: Die

00:06:18: absolut wichtig sind und die möchte ich überhaupt in Frage stellen, also denkt an solche wirklich ganz praktischen klassischen Techniken wie Paraphrasieren nicht wiederholen mit meinen Worten was der andere gesagt hat oder ich stelle gute Fragen bis hin zu so ausgefeildeten Dingen die vielleicht dem Coaching oder in der Therapie was zu suchen haben wie die Wunderfrage Und und und und also viele viele Möglichkeiten um noch mehr reinzutun als das was man schon weiß nämlich anständige deutsche Sätze formulieren zu können.

00:06:50: Richtig und wir beide haben ganz, ganz viele Kommunikationsseminare schon besucht.

00:06:56: Wir geben Kommunikation Seminare du seit dreißig Jahren.

00:07:00: also ich glaube es gibt fast keinen Modell keine Methode die wir nicht kennen und ich würde mal behaupten viele viele können wir auch als wir können das anwenden dass da sollte man ja meinen Unsere Kommunikation läuft super mit anderen und so weiter.

00:07:20: Und dem ist ja nicht so, also ich glaube das können wir wirklich nicht von uns behaupten dass wir immer nur perfekt

00:07:26: konfliktieren.

00:07:26: Genau!

00:07:27: Das haben wir uns mal hingesetzt und haben gedacht was ist denn dieses alte Sofa von Tanja bezüglich unserer Kommunikations?

00:07:36: Also wo sind denn da Reibungen?

00:07:38: Wo sind da Friction die wir vielleicht gar nicht auf den Schirm haben?

00:07:43: oder anders gesagt wenn ihr das Gefühl habt, na ja bei meiner Kommunikation ist noch ein bisschen Luft nach oben.

00:07:50: Ich hatte jetzt ein paar Gespräche die sind aus meiner Sicht suboptimal gelaufen.

00:07:56: was auch immer da passiert sein mag dann hat man ja im ersten Moment das Gefühl ich muss mal noch auf einen Kommunikationsseminar ich muss einmal noch mehr mich mit Methoden beschäftigen mir irgendwelche Frage-Techniken aneignen oder sonstwas.

00:08:11: Ja!

00:08:11: Das wäre dieses Fuel in unserem Beispiel.

00:08:15: Und wir wollen aber jetzt darauf hinaus, wäre es nicht mal eine Idee die Friktion?

00:08:22: Die Reibung ein bisschen rauszunehmen.

00:08:24: Was tue ich denn?

00:08:27: oder was steuere ich dazu bei dass meine Gespräche suboptimal laufen?

00:08:32: Was ist denn die Reibungen in meinen Gesprächen?

00:08:34: Genau und die gute Nachricht das sind nicht unzählig viele Sondern das in, naja ich würde mal sagen so, ... und wenn er die hört bzw.

00:08:50: wenn ihr die lesen würdet, würdet ihr sagen nehm' ich, nehm mich, neh' mich... Das Problem ist dass diese Ich würde sagen Störfaktor.

00:08:59: Wie würden wir das nennen?

00:09:00: Stör-Faktoren, Störquellen in Gesprächen...

00:09:03: Ja ich weiß nicht.

00:09:04: es sind vielleicht auch so ein bisschen so Muster die wir uns angeeignet haben, die in manchen Situationen eher dysfunktional sind.

00:09:12: Manche sind uns bewusst, also ein Muster von mir.

00:09:15: Ich greife jetzt einfach mal springen mit rein ist, dass ich anderen gerne mal ins Wort falle?

00:09:22: Wenn mir das alles zu langsam geht oder wenn ich mir einbilde ... Ich weiß doch eh was die jetzt gleich sagen werden!

00:09:28: Dann fall' ich denen ins Wort.

00:09:30: Das is in der Regel dysfunktional.

00:09:33: Manchmal vielleicht nicht... Also ich würd es jetzt nicht als generell falsch sehen aber doch eher häufig.

00:09:41: Wer das ein Muster, was ich jetzt bei mir erkannt habe und ich weiß gerade in Stresssituationen neige ich dazu?

00:09:48: Das bringt Reibung ins Gespräch.

00:09:50: also mein Gesprächspachen ist mehr oder weniger genervt von mir führt nicht dazu dass dieses Gespräch rund läuft.

00:09:56: Also das wäre einfach mal mitten reingesprungen in diesen Topf voller dysfunktionaler Muster so würde ich es nennen.

00:10:03: Ja da sind wir ja schon mal bisschen im Cluster zuhören können Genau.

00:10:09: Und da muss man jetzt auch keine tiefen psychologische Analyse machen, warum man das nicht kann also warum die Tanja manchmal dazu neigt anderen Leute zu unterbrechen aus welchen Gründen auch immer sondern der erste Punkt ist dass einem die musste erstmal auffallen bei sich und bei anderen bei anderen lasst mal mal vorn abstehen Sondern erst einmal bei sich.

00:10:28: Also Ich höre natürlich zu Ist übrigens nach einer groß angelegten Studie eine der Element hasten Störfaktoren in Gesprächen überhaupt.

00:10:41: Also das wurden über, glaube ich, vierzigtausend Probanden interviewt und bei Gesprächen beobachtet, dass nicht zuhören eines der wichtigsten Dinge überhaupt ist.

00:10:54: Und ein Grundelement oder ein Unterelement hast du schon genannt nämlich eine Zuhöhrung umzuunterbrechen.

00:11:02: Ich würde fast sogar sagen es fängt noch vorher an.

00:11:06: Ja Also ich glaube, im Grunde genommen machen wir das alle.

00:11:11: Der eine redet gerade wenn es so ein bisschen Streitgespräch ist Wenn man so Argumente austauscht Aber auch in einem ganz normalen netten Gespräch.

00:11:19: der einer erzählt mir was vom Urlaub.

00:11:21: Ich höre dem schon zu Aber bei mir läuft auch so eine Schleife.

00:11:25: Was könnte ich denen jetzt gleich von meinem Urlaub erzählen?

00:11:29: Noch viel schlimmer, wenn er irgendwas will was ich nicht will dann rattet es in meinem Kopf welche Argumente bringe ich denn gleich vor?

00:11:35: also statt Jetzt wirklich zuzuhören bin Ich mit sehr viel energie Bei dem was ich gleich sagen werde.

00:11:43: Also ich möchte ein bisschen fast krass ausdrücken.

00:11:47: Wir hören nicht zu, um zu verstehen, sondern wir hören zu, ...um Stoff für unsere nächste Antwort zu

00:11:52: finden.".

00:11:54: Genau oder wir hören nur halb zu und sind extremst bei uns im Kopf, bei unseren Argumenten... Und da entgeht uns auch das eine oder andere Argument.

00:12:03: oder ich meine es wird ja nicht alles explizit gesagt was so zwischen den Zeilen bei dem anderen mitschwingt.

00:12:10: Das entgeht mit uns weil wir so bei uns sind.

00:12:12: Bei dem was wir gerade uns überlegen was wir gleich sagen werden

00:12:17: bei dem halb zu hören könnte man auch noch ein psychologisches phänomen nämlich selektiv zuhören oder selektives nachfragen.

00:12:24: also du sagst etwas und Du sagst eine ganze menge und ich springe eben mit meiner nächsten frage da drauf wovon ich mehr hören will Selektives Zuhören.

00:12:35: Okay, also lassen wir mal zuhören... Bei Seitezuhören ist ein Riesenthema da gibt es auch eine ganze Menge Unterpunkte.

00:12:43: was ich auch noch interessant finde ist zwischen der Sprung zwischen dem was Ich wahrnehme und dem was ich verstehe Also in unserer Sprache bisschen zwischen Wahrnehmung und Interpretation.

00:13:00: Genau Der Klassiker bei mir ist Ich erkläre was, beispielsweise einen Mandanten.

00:13:09: Und dabei sieht er auf die Uhr und dann ist direkt meine Interpretation langweilig.

00:13:15: dem hat er es eilig komme ich zu spät auf den Punkt.

00:13:19: also bei mir darf niemand einfach mal auf seine Uhr gucken ohne dass ich denke ja hast du noch ein Termin oder so?

00:13:27: Also ich interpretiere das immer Und das stört mich, also es hindert mich dass das irritiert mich dann.

00:13:34: Ja,

00:13:35: das ist ein interessanter Punkt.

00:13:36: weißt du warum?

00:13:37: weil sich das bei mir in der letzten Zeit verändert hat dadurch dass ich mir immer bewusster geworden bin dass immer mehr Menschen Smartwatches an haben.

00:13:46: Also früher hatten wir eine Uhr gehabt um die Uhrzeit zu erkennen aber heute kriegst Du eben WhatsApp und Du kriegest keine Ahnung was alles auf Deine Uhr Terminerinnerung und und Deshalb gucken Menschen ja niemanden nur auf die Uhr um die Uhrzeit, wo man sagen könnte auch Gott.

00:14:03: Wie lange dauert denn dieses Gespräch schon?

00:14:06: Sondern eben aus anderen Gründen.

00:14:10: Also das hilft mir so ein bisschen.

00:14:11: Ja okay dann versuche ich auch mal daran zu denken.

00:14:14: trotzdem soll er nicht aus seine Uhr gucken sondern mir zuhören.

00:14:17: Ich mache ein anderes Beispiel.

00:14:20: Das erzählen wir oft in unseren Seminaren.

00:14:23: Ich sage dass mittlerweile schon meinen Mandanten Wenn man mir eine Frage stellt und ich über diese Frage nachdenke, gucke ich ganz böse fast schon so abwertend.

00:14:33: Man könnte rein interpretieren und das passiert auch... Was war das denn für ne blöde Frage die ich da gestellt haben muss wenn die Tanja so guckt?

00:14:42: So böse guckt!

00:14:43: Das heißt da werde ich.

00:14:46: also ich tue irgendwas Ich denke einfach nur nach und dabei gucke anscheinend

00:14:52: Nicht

00:14:52: nett.

00:14:53: Also du meinst das die Interpretation von Körpersprache, also jetzt von deiner Mimiker, von deinem Gesicht?

00:14:58: Richtig!

00:14:59: Ja.

00:15:00: Und das führt dann... Wir wollen ja darauf hinaus.

00:15:04: was passiert wirklich, was ist wahrnehmbar, was kann eine Kamera beobachten?

00:15:08: und was interpretiere ich da rein?

00:15:10: und dass diese Trennung zwischen Wahrnehmung und dieser Wahrnehnung eine Bedeutung geben.

00:15:17: Ich glaube Die machen wir alle.

00:15:19: Das ist irgendwie eins in unserem Kopf und das ist ja dieses Muster, wenn uns das bewusst wird dass man das vielleicht mal ein bisschen trennen kann was dazu führt, dass man eben nicht so schnell Dinge interpretiert die gibt es gar nicht so wie sie gemeint waren.

00:15:37: Was dazu führt?

00:15:38: Dass die Kommunikation besser läuft.

00:15:40: Darauf wollen wir doch hinaus.

00:15:42: Genau und was mir noch mal wichtig ist, das was du vorhin gesagt hast dass diese Muster nicht per se negativ verstößt funktional sind sondern also jemand zu unterbrechen würde ich sagen ja ist mal vorher abgesehen vielleicht ein bisschen respektvoll und dennoch gibt es Situationen und Kontexte wo's notwendig ist.

00:15:59: wenn du so einen Dampfblau daran hast der dir das Ohr abkaut dann kannst du durchaus mal sein dass du ihn im Satz unterbrechst.

00:16:05: also das ist uns auch wichtig.

00:16:07: Aber jetzt fällt mir noch was ein, wo wir glaube ich beide ab und zu dazu neigen.

00:16:12: Das dockt so ein bisschen an beiden, muss dann nämlich erstens an diesem Zuhören und zweitens an diesen Gap zwischen Wahrnehmung und Interpretationen.

00:16:21: Wenn dir gerade im beruflichen Ort, das kann auch privaten Kontext sein, fällt mir gerade ein jemand etwas schildert, was im weitesten Sinne nach dem Problem aussieht?

00:16:32: Wo bist du denn schnell?

00:16:33: Ja

00:16:35: der Klassiker

00:16:37: Dann bin ich mal direkt in der Lösung.

00:16:39: Bevor ich das Problem wirklich verstanden habe, manchmal sogar bevor der andere weiß, dass er ein Problem hat, bin ich schon in der Lösung.

00:16:46: Genau und das muss ja... Ich weiß noch wie es dir geht aber das muss bei mir oftmals nicht einmal eine explizite Problemschilderung sein.

00:16:55: also wo?

00:16:56: Und schon gar keine Frage nach dem Motto und hat sie irgendwas meinst du dazu?

00:16:59: oder so, da hättest du einen Tipp für mich.

00:17:02: Sondern das kann sehr implizit einfach eine Schilderung eines Ereignisses im Büro von gestern sein.

00:17:08: und irgendwie meinen Bedeutungsgenerator denkt dann drüber nach.

00:17:14: Warum erzählt er mir das?

00:17:15: Wahrscheinlich weil er da eine Antwort oder eine Lösung dafür haben will und Dann kommt eben relativ schnell die Lösung.

00:17:25: Genau, und die lösungsorientierten Zuhörer würden jetzt denken naja wo ist denn da das Problem?

00:17:30: Dann hat er doch eine Lösung.

00:17:31: Da ist doch alles gut so wie ich ja auch oft denke.

00:17:36: aber sind wir doch mal ehrlich.

00:17:38: manchmal will ein Mitarbeiter einen Kind ein Freund einfach nur Mal sich ein bisschen Ja aushäulen will sich sein Herz erleichtern einfach nur mal Verständnis, dass er das Gefühl hat, jemand anderes versteht meine Situation.

00:17:56: Vielleicht will der noch gar keine Lösung?

00:17:58: Vielleicht ist auch gar nicht der Meinung, dass es eine Lösung möglich ist im Moment, der will einfach nur Verständnissen.

00:18:04: und wenn wir dann die Lösungsorientierten unter uns zu schnell mit einem Ratschlag kommen, dann ist das nicht schön für das Gespräch.

00:18:14: Ja, also jetzt lass uns bitte nicht zu tun als wenn es da die Wahrheit gäbe nach dem Motto dass der das erzählt schon im Vorfeld wüsste.

00:18:21: hätte ich gerne eine Lösung oder hätte ich gern jetzt jemanden den mir einfach mal fünf Minuten aufmerksam zuhört.

00:18:27: Das ist ja dem der das Schilder selbst nicht klar.

00:18:31: Also insoweit arbeiten wir immer mit Hypothesen.

00:18:34: aber man könnte dann einfach mal so zwischen Reiz und Reaktion mal kurz innehalten und zu sagen bevor man so standardmäßig Knie sehen reflekt Artig Lösungen raushaut.

00:18:45: Wie ist der andere gerade drauf?

00:18:46: Also was könnte... Der beste Fall, mir fällt wieder unsere Frage ein oder die Frage, die du gerne stellst, was brauchst du gerade?

00:18:54: Man hört sich so eine Schilderung an und stellt dann vielleicht mal die Frage Was kann ich gerade für dich tun oder was brauchste denn da?

00:19:04: Da sind wir bei diesem Gap zwischen Wahrnehmung Interpretationen Und auch zuhören kommt mir noch weiß ich, was ganz ruhig das eine hat einordnen soll dieser Muster, nämlich diese bestimmte Haltung unterstellen.

00:19:21: Kennst du so Satzanfänge wie das machst du doch nur weile?

00:19:27: Das erzählst du mir doch nur weil du den anderen in die Pfanne hauen willst.

00:19:31: oder das erzählste dann nur weil.

00:19:34: und dieses ich nenn's mal mit der Überschrift, die von wie du es nennen würdest, das Unterstellen vorn Intentionen

00:19:43: Man kann damit richtig liegen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man damit falsch liegt.

00:19:48: Weil wir sind ja alle keine Heldseher ist auch groß.

00:19:52: und wenn ich diese Unterstellung habe und vielleicht gar nicht so ... Ich muss es noch nicht mal äußern!

00:19:57: Das sagt er doch jetzt nur weil.

00:20:00: dann leitet mich das in meinem Gespräch gegebenenfalls in eine Richtung, die vermeidbar gewesen wäre.

00:20:09: also Geht dann natürlich auch in die Rechtfertigung oder an die Schuldzuweisung.

00:20:13: Da gibt es ja auch so Menschen, die einen flüchten eher rechtfertigen sich und die anderen gehen zum Gegenangriff über.

00:20:20: Und das tut auch den Gespräch nicht gut weil man bewusst oder teilweise auch unbewusst schon eine Unterstellung hat was der andere eigentlich möchte ein statt das mal rauszufinden im Gespräch.

00:20:32: also ich weiß nicht ob du jetzt dafür plädieren würdest unterstelle dem andern immer ne gute positive Werbsicht.

00:20:39: Nö, ich würde sagen krieg mal raus was der andere für einen anderen Tag.

00:20:42: Ja richtig

00:20:43: genau ja.

00:20:44: übrigens jetzt hast du schon das nächste Muster angesprochen was ich auch sehr interessant finde nämlich dieser, ah hier muss man sagen diese Rechtfertigungsreflex.

00:20:56: also da sagt irgendjemand etwas und dann kommt dann ja aber ich konnte in dem Moment einfach nicht anders

00:21:03: Genau.

00:21:04: Oder jemand stellt eine Frage, also das hab ich hier ganz häufig in der Kanzlei, ich glaub immer wenn man mit mandanten Kunden zu tun hat, der stellt ne Frage und dann kommt so jetzt sind wir bei nem Muster.

00:21:16: was hatten wir eben?

00:21:18: Ich mache jetzt ein Beispiel an Mitarbeiter denkt er stellt die Frage weil er uns irgendwie etwas vorwerfen möchte Der ist mit irgendwas nicht zufrieden.

00:21:27: Und dann geht mein Mitarbeiter schon gleich in so einen rechtfertigungsmodus Erklärt das und erklär das noch mal.

00:21:33: Und vielleicht ein drittes Mal, und es wirkt ja sehr unsubarän.

00:21:37: Der Mandant, der vielleicht vorher gar nicht ... Das Gefühl hatte, wir hätten was falsch gemacht, denkt dann aber wenn er das jetzt mir dreimal so erklärt, da ist er bestimmt verschief gelaufen?

00:21:47: Was ich damit sagen will is eine Frage ist erst einmal nur ne Frage.

00:21:53: Dann erkläre ich das natürlich, dann beantworte ich die Frage Jede zweite Erklärung, das ist immer so mein Satz.

00:22:01: Hier ist schon eine Rechtfertigung.

00:22:03: Also ich erkläre es einmal... Ja

00:22:05: genau, wenn du das Zweite mal erklärst quasi!

00:22:07: Und wir sind ja oft in so einer Situation, dass dann gesagt wird ihr, das habe ich nicht verstanden und anstatt es da nochmal zu erklären vielleicht mit anderen Worten wäre dann ganz gut zu sagen was genau haben sie denn nicht verstand?

00:22:22: Das mag ich Ihnen gerne nochmal.

00:22:23: Also immer deutlich zu machen, wir sind immer noch in einem Erklärungsmodus und nicht in der Rechtfertigung aber jetzt gehen wir schon richtig tief in die Kommunikation.

00:22:31: Ja

00:22:32: was mir jetzt einfällt ist so wie haben jetzt mal drei vier fünf Muster angesprochen von insgesamt an die fünfundzwanzig, die wir so identifiziert haben?

00:22:41: Und da merkt ihr vielleicht auch auf jeden Fall diejenigen, die sich damit schon auseinandergesetzt haben das Kommunikationsmodelle und Techniken durchaus hilfreich sein können, diese Muster nicht nur zu identifizieren sondern auch vielleicht sie abzustellen.

00:22:58: Also ein Beispiel wenn ich im Merke bei unserem letzten Fallbeispiel bin, ich merke dass ich relativ schnell in der Rechtfertigung bin könnte das durchaus als Erklärungsmodell herhalten nämlich von Schulz von Thun da permanent ein starkes Beziehungsohr.

00:23:18: Also du sagst irgendwas, das ist eher eine also von dir aus gesehen sachliche Aussage und ich zieh es eben auf Beziehungsebene.

00:23:28: Und wenn mir dann bewusst wird dass das vielleicht sogar mit meinem aktuellen mentalen emotionalen Zustand zu tun hat, dass sich dann schnell auf Bezogenebene gehe, naja da gut, dann weiß ich ja auch was ich in Zukunft achten kann könnte.

00:23:41: Richtig ein Beispiel, ne?

00:23:43: Richtig!

00:23:44: So jetzt, ich guck mal auf die Urhand ziehen.

00:23:47: Was wollten wir eigentlich hier mit diesem Podcast sagen?

00:23:51: Wir sind gestartet mit einem Sofa was ich mir immer noch nicht gekauft habe und es gegen darum... Ich versuch's mal.

00:23:58: du kannst mich dann gerne korrigieren wenn ich etwas aus deiner Sicht nicht so ganz treffend formuliert habe.

00:24:06: Es gibt Kommunikationsmodelle, es gibt Kommunicationsmethoden Und es ist durchaus hilfreich die zu kennen.

00:24:15: Aber manchmal laufen Kommunikationen schief oder nicht so gut, wie sie hätten laufen können.

00:24:20: Obwohl ich eigentlich von mir behaupte... Ich kenne das mit den Ich-Botschaften!

00:24:24: Ich weiß auch, wie ich gute Fragen stelle.

00:24:26: Ich kann das alles und dieses Schieflaufen hat was mit Reibung zu tun, dass ich Muster habe die nicht so gut, nicht wirklich förderlich sind für eine gute Kommunikation.

00:24:42: Und wir haben

00:24:43: bzw.,

00:24:43: das hast du gemacht ich bin ganz begeistert mal so fünfundzwanzig der häufigsten Muster identifiziert.

00:24:50: Du hast sie auch ein bisschen geklustert und wenn man jetzt wüsste was sind denn so meine Muster gerade in Stresssituationen dann erwicht man sich auch dabei wenn man in diese Muster fällt.

00:25:03: also ich habe ja schon paar von meinen hier offenbart und dann kann ich die auch vermeiden.

00:25:09: Und damit nehme ich Reibung raus aus einer Kommunikation, warum geht's?

00:25:13: Also Reibungen, die stört aus einer kommunikation rausnehmen dadurch dass sich meine muster kenne und denke jetzt hast du wieder den trank zu unterbrechen.

00:25:24: halt mal da eine klappe oder jemand erzählt dir was bevor du die lösung raushalt heraus haust.

00:25:31: frag doch mal nach oder stelle einfach mal ein paar Fragen und find mal raus, was derjenige jetzt möchte.

00:25:37: Also darum ging es uns in diesem Fall auf diese Reibung in Kommunikation hinzuweisen.

00:25:45: Weißt du, was mir zum Schluss... ich weiß nämlich dass mich jetzt in den Sinn kommt aber kennst du den Sketch von Loreau mit der Nudel?

00:25:53: Ne.

00:25:54: Da sitzen zwei Menschen beim Essen sich gegenüber.

00:25:59: Ich weiß ja, ob sie in der Nudelsuppe essen oder so.

00:26:01: Keine Ahnung auf jeden Fall.

00:26:03: Der andere geht ein bisschen ungeschickt mit seinem Löffel um und da bleibt ihm eine Nudel im Gesicht hängen.

00:26:09: Und der Andere ist ebenso irritiert dass er gar nicht mal richtig weiterreden kann.

00:26:17: Wenn die Nudeln weg wären dann wird das Gespräch natürlich auch weiterlaufen.

00:26:21: ich glaube diese Störfaktoren sind einfach manchmal so Nudelen im Gesicht und ziehen so viel Aufmerksamkeit, dass ein gescheites Gespräch einfach nicht mehr möglich ist.

00:26:31: Genau!

00:26:31: Und genauso wie es viele verschiedene Nudelsorten gibt, gibt's auch viele verschiedene mögliche Störfaktoren.

00:26:39: Du hast sie zusammengestellt – ich sag das jetzt einfach mal so, wer daran interessiert ... kann sich gerne bei dir melden und dann schickst du mal die Liste raus.

00:26:49: Es macht auf jeden Fall, naja Spaß macht es nicht!

00:26:52: Es ist erhellend mal zu gucken...

00:26:53: Oha, das macht schon Spaß also... Ja ja, mir geht's.

00:26:55: Das sind viele Leute zu erwischen und zu sagen, ach Gott jetzt hab ich sie wieder unterbrochen.

00:27:00: Du

00:27:01: fällst mehr einfach ins Wort?

00:27:03: Genau.

00:27:04: So in diesem Sinne ein paar von unseren fünfundzwanzig Sperrfaktoren in Gesprächen oder warum es manchmal sinnvoller ist und der größere Hebel sich mit den Reibungen zu beschäftigen, als immer mehr Fuel da reinzugeben.

00:27:19: Also frickt ein Statz Fuel!

00:27:22: Wir wünschen euch eine schöne Restwoche und bis zur nächsten Episode.

00:27:27: Tschüss zusammen!

00:27:29: Macht's gut, bis dahin tschüß.